thestiller.de / ATTACK OF THE 50 FT SURICATES!



28. Mai 2009 Walking with strangers

Im Leben begegnen einem manchmal Leute, die sind irgendwie normal und trotzdem schräg. Oder unnormal und schräg. Haben völlig einen an der Klatsche. Oder sind einfach unterhaltsam. Oder total nett. Hier sind meine Personen des Tages, ihr dürft gerne abstimmen, wer die Person des Tages sein soll.

Die Oma
Die Oma sprach laut und herzlich. Über die BILD-Zeitung. Auf die BILD-Zeitung lässt sie nichts kommen. Die findet sie super. Ihre Kinder nicht. Die lästern immer. Deshalb legt die Oma sie auch immer provokant auf den Tisch, wenn ihre Kinder zu Besuch sind. Der alte Schlingel. Warum sie die BILD gut findet, hat sie auch begründet. “Ich bin ne alte Frau. Da sind viele Bilder und kurze Texte, da bin ich schnell fertig und weiß wo die Glocken hängen.”

Der Lehrer
Der Lehrer stand im vollbesetzten Bus und sprach laut in sein Handy. Es war einer jener Busse, die gegen 13:30 vom Hauptbahnhof über die Uni in einen weiter entfernten Stadtteil fahren. Einer jener Busse, die randvoll mit Schülern auf dem Heimweg und Studenten in den Hörsaal sind. Und so stand er da und telefonierte mit einem Kollegen. “Hier, ich hatte gestern keine Lust was vorzubereiten. Da hab ich die Schüler heute Präsentationen machen lassen, hatte ich wenigstens Ruhe. Die Präsentationen waren allerdings nichts, muss das mal mit denen üben. Du hast doch mal ne Stunde zu dem Thema vorbereitet, kannst du mir mal deine Ausfertigung zuschicken? Dann muss ich mir nicht die Arbeit machen.”

Der Tippelbruder
Der Tippelbruder wankte leicht angeheitert und fröhlich lächelnd in den Supermarkt. In der Hand einen Apfel, den er an seinem nicht mehr ganz so sauberen Pullover rieb, bis dieser, also der Apfel, schön glänzte. Langsam bewegte er sich auf Kasse 3 zu. Wischte noch mal über den Apfel. Beugte sich zur älteren Kassiererin, gab ihr den Apfel und sagte: “Dass du mir nicht verhungerst hier, ja?” Sie schaute ihn nicht einmal an, murmelte: “Och! Ja!” Kein Wort des Danks. Aber der Tippelbruder lächelte, zwinkerte. “Nä?!” Die Kassiererin verzog keine Miene, legte den Apfel beiseite und blaffte fast: “Jo!” Der Tippelbruder schlenderte fröhlich aus dem Laden. Der Apfel landete mit großer Sicherheit im Müll.

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27. Mai 2009 Mittwoch ist der neue Montag!

Ich bin ja der festen Überzeugung, der Montag hat sich in einem Moment, in dem wir ihn einfach mal nicht beachtet haben, vermutlich an einem Dienstag oder eher einem Samstag, auf jeden Fall heimlich, still und leise, als Mittwoch verkleidet. Oder warum ist der Mittwoch in letzter Zeit so unglaublich nervenaufreibend?

Gut, es könnte daran liegen, dass ich in diesem Semester an Montagen frei habe. Viel Zeit für mich und unerledigten Unikram, aber alles ganz entspannt. Dazu kommt, dass das Seminar am Dienstag nur alle paar Wochen stattfindet und Mittwoch somit der erste Arbeitstag in der Woche ist. Das macht ihn ja zu einem gefühlten Montag. Und ganz koscher war der Mittwoch ja noch nie, mit seinen Frauenserien und so weiter. Wenigstens kam ab und zu Fußball und auch heute war das Champions League-Finale eines von zwei Highlights. Das andere war der Nougattaler. Ich habe seit ewigen Zeiten keinen Nougattaler mehr gesehen. Diese kleinen Gebäckstücke mit Nougatcreme und mit Schokoladenüberzug. Grandios. In der ReWi-Cafeteria gibt es sie. Das heißt natürlich auch, dass ich nicht nur mein Geld für den Cool Café dorthin tragen werde, sondern in Zukunft auch für das Stillen meines Verlangens nach Zucker und Schokolade zwischen den Seminaren zu den Juristen und BWLern und den Mädels, die gerne Juristen und BWLer abschleppen möchten tragen werde.

Aber genug von den positiven Seiten des Tages, schließlich soll die Faust gereckt werden gegen diesen furchtbaren Wochentag, auf dass ein Exorzist vorbei komme und ihm den Montag austreibe. Ich will nicht mehr morgens fast von Rentnern, die nicht merken wann ihre Ausfahrt endet und die Straße beginnt, weggerammt werden. Ich möchte nicht hinter LKWs auf der Schnellstraße mit 40km/h herumtuckern müssen. Ich möchte nicht, dass mir der letzte gute Parkplatz vor der Nase weggeschnappt wird und ich in der hinterletzten Ecke, ewig weit vom Hauptbahnhof weg, parken muss, um den Zug gerade noch so zu bekommen, natürlich ohne vorher noch einen Kaffee für die Fahrt kaufen zu können. Und auf dem Rückweg das gleiche noch mal in grün zu erleben. Und der Dozent soll ja nicht länger das Seminar überziehen, so dass ich vor der verschlossenen Cafeteria-Tür stehe, wenn deren Öffnungszeiten schon nicht verlängert werden. Nimm das, blöder Mittwoch! Benimm dich gefälligst wie ein Wochentag, der nur zwei Tage vom Wochenende entfernt ist! Zum Glück ist morgen Donnerstag. Auf Donnerstage ist nämlich Verlass. Die sind immer gut.

Oh Gott, hoffentlich hab ich jetzt nicht zuviel geunkt…

Kategorie: Alltag | # | 3 Kommentare

26. Mai 2009 Putzkommando Sonnenschein

Mal alle die Hand hoch, die Little Miss Sunshine gesehen haben. Und jetzt mal alle, die den Film auch gut fanden. Gut, müsste ja die gleiche Menge an Leuten sein. Dann habe ich einen Auftrag für euch. Schaut euch Sunshine Cleaning an, den neuesten Streifen der Little Miss Sunshine-Produzenten. Ich bin es ja mittlerweile gewohnt, dass ich mir Filme ansehen möchte, die sonst keiner sehen will. Aber alleine, also komplett und ganz alleine im Kinosaal war ich auch noch nie. Und der Film hat das wirklich nicht verdient.

Rose (Amy Adams) war früher, ganz das Klischee, Cheerleader und dazu noch mit dem Quarterback der Schule zusammen. Der ist mittlerweile verheiratet, allerdings nicht mit Rose, die nur noch seine Geliebte ist. Auch aus dem Job als Maklerin ist immer noch nichts geworden, stattdessen arbeitet sie bei einer Reinigungsfirma. Und Sorgenkinder hat sie genug. Zum einen ihren Sohn Oscar, der in der Schule nicht gefördert wird und dessen Neugier Direktor und Lehrer gleichermaßen stresst. Zum anderen ihre Schwester Norah (Emily Blunt), die ständig ihre Nebenjobs verliert. Und dann ist da noch das Familienoberhaupt (Alan Arkin), der trotz seines Rentnerdaseins immer wieder kuriose Ideen zur Geldbeschaffung hat. Als Rose Oscar schließlich auf eine Privatschule schicken will, braucht sie eine bessere Anstellung. Und Mac, ihr Geliebter, hat als Cop die zündende Idee: Tatortreinigung.

Der Film ist in etwa so, wie man ihn nach Little Miss Sunshine erwarten konnte. Eine irgendwie nicht ganz normale, aber überaus liebenswerte Familie schlägt sich mit allerhand Problemen herum. Der Humor ist nicht so schwarz, wie das Thema Tatortreinigung vermuten ließe, was dem Sehvergnügen aber keinen Abbruch tut. Ein kleiner Wermutstropfen ist allenfalls, dass die wirklich interessanten Charaktere nicht so tiefgehend gezeigt werden. Das fällt gerade bei den Nebenfiguren auf, wie bei Wilson, dem einarmigen Betreiber eines Ladens für Reinigungsmittel, der mal eben kurzerhand den kleinen Oscar babysitten muss. Die Besetzung mit den beiden bezaubernden Schauspielerinnen Amy Adams und Emily Blunt und dem wie immer brillanten Alan Arkin ist grandios. Aber der heimliche Hauptdarsteller ist der kleine Jason Spevack als Roses Sohn Oscar. Irgendwoher kenn ich den Knaben auch, aber vielleicht sieht er auch nur so aus, wie alle kleinen Hollywoodknirpse.

Und für all diejenigen, die gerne ins Tatortreinigungsgeschäft einsteigen möchten, bietet die offizielle Website zum Film Putztipps zum Entfernen von Blutflecken, Schmauchspuren und anderem Dreck. Aber geht vorher besser erstmal in den Film, damit ihr wisst, was euch so alles erwarten kann. Und weil der Film es verdammt nochmal wert ist.

25. Mai 2009 Schuld war nur der Bossa Nova

Cover- und Tribute-Alben sind ja immer so ne Sache. Meist gut gemeint, zu oft lediglich auf Profit aus, selten richtig gelungen. Irgendwie bin ich vor kurzem über ein Tribute an Turbonegro gestolpert, das so charmant wirkte, dass ich es nach kurzem reinhören einfach bestellen musste: Los Suaves Negroes – a lounge and bossa tribute to Turbonegro.

Mir allesamt völlig unbekannte Künstler aus Skandinavien haben die norwegischen Death Punker gecovert und ihre Lieder in Bossa Nova und Lounge umarrangiert. Und obwohl das eigentlich überhaupt nicht meine Musikrichtungen sind, macht die Platte richtig Spaß. Besonders wenn Helena Lundström von Per Och Helena “I Got Erection” ins Mikrofon säuselt. Schöne Musik, wenn das Thermometer, wie heute, über die 30°C-Marke klettert und ein Gewitter in der Luft liegt.

Ein kleines Quiz am Rande, auf dem Foto haben sich vier weitere CDs versteckt. Wer alle vier errät, der bekommt einen Preis. Was für einen weiß ich noch nicht, da überleg ich mir ne Kleinigkeit.

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25. Mai 2009 Post von Hannah Montana

Hannah von Amy&Pink war in Tokio, hat von dort gebloggt und dabei drei Postkarten aus Tokio verlost. Und heute in der Früh klingelte der Postbote und was hatte er unter anderem dabei? Richtig! Liebe Hannah, vielen Dank für die schicke Karte mit der ebenso schicken Briefmarke und von einer Sauklaue kann ich nix erkennen. Und sollte ich es dieses Jahr ins Ausland schaffen, revanchiere ich mich nur zu gern. :)

Kategorie: Internet | # | 2 Kommentare

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