
Ich muss beim nächsten Mal, wenn ich ins Odeon gehe oder zumindest in der Nähe bin, ein Foto vom Kino machen. Am besten abends. Denn das Odeon sieht noch aus wie ein richtiges Kino. Mit diesen alten Anzeigetafeln, in die Plastikbuchstaben geschoben werden, die den Filmtitel bilden. Mit Postern auf den Glastüren und Infokästen. So richtig schön klassisch. Dann hätte ich auch ein passenderes Bild, wenn ich etwas über kommende Filme schreiben möchte. So muss es erstmal ein Teil der DVD-Sammlung tun, ein Blick auf die Lieblingsfilme. Allerdings ohne die von Tim Burton, die stehen in einem Extraregal. Bevor ich aber endgültig abschweife und über seine großartigen Filme schwadroniere, hier drei Filme, die ich in diesem Jahr gerne noch sehen würde.
Adventureland
James steht zwischen Schule und Uni und ist auf der Suche nach einem Sommerjob. Super Sache, denn ohne die nötige Qualifikation will ihn niemand einstellen. Dann findet er aber doch etwas, eine Anstellung im Freizeitpark.
Adventureland wirkt wie eine ernsthaftere Coming-of-Age-Komödie. Vielleicht nicht so ernsthaft und intelligent wie Juno oder Ghost World, aber durchaus mit Tiefgang und herrlich skurilen Gestalten. Die einzig bekannteren Darsteller sind Ryan Reynolds (Wolverine) und Kristen Stewart (Twilight). Problem: Der Filmstart ist heute, aber der Streifen läuft nur in Bremen, Mönchengladbach und Stuttgart. Wird also doch eher ein Warten auf die DVD. Es gibt nicht mal ne deutsche Website zum Film und auch bloß einen englischen Trailer.
Zack and Miri make a Porno
Zack und Miri sind dicke Freunde von Kindesbeinen an. Und pleite. Also fassen sie aus einer Bierlaune heraus den Beschluss: “Hey, wir drehen einen Porno!”
Na gut, der Film ist eine romantische Komödie, die beiden verlieben sich und vermutlich wird der Film trotz Kevin Smith (Clerks) auf dem Regiestuhl ein passendes Ende haben. Und aufgrund meiner klosterschulischen Erziehung dürfte ich mir den Film nicht ansehen, ohne im Nachhinein fünf Rosenkränze zu beten. Warum will ich den Film sehen? Wegen des Star Wars-Porno, den Zack (Seth Rogen) und Miri (Elizabeth Banks) drehen wollen? Klar. Aber auch die guten Bewertungen, Kevin Smith und der Trailer sprechen dafür. Kinostart ist am 13.08.2009.
Jennifer’s Body
Cheerleader Jennifer verknallt sich in Rocker Nikolai, dessen Band über den Teufel an einen Plattenvertrag kam. Blöderweise nistet sich dadurch ein Dämon in Jennifer ein und sie killt Jungs, die auf sie stehen.
Das tun natürlich einige, schließlich wird Jennifer von Megan Fox gespielt. Gut, ich bin ehrlich, der Plot klingt nach nem 08/15-Horrorstreifen, den man schon dutzende Mal gesehen hat, auch wenn ich eine Schwäche für Highschool-Horrorfilme habe. Das Drehbuch aber stammt von Juno-Autorin Diablo Cody und neben Megan Fox spielen Adam Brody (OC California) und J.K. Simmons (Juno) mit. Außerdem stehe ich jetzt schon auf diesen Dialog.
- Jennifer’s evil!
- I know…
- No, I mean, she’s actually evil, not Highschool-evil!
Noch mehr Gründe? Der Soundtrack mit Panic At The Disco, Dashboard Confessional, Silversun Pickups und Little Boots. Ach, schaut euch einfach den Trailer an und seid begeistert. Kinostart ist allerdings erst passend zu Halloween am 29.10. Bleibt bloß die Frage, warum der Film hierzulande den völlig unsinnigen Untertitel “Jungs nach ihrem Geschmack” bekommen hat.






