thestiller.de / ATTACK OF THE 50 FT SURICATES!



30. Juli 2009 Coming soon

Ich muss beim nächsten Mal, wenn ich ins Odeon gehe oder zumindest in der Nähe bin, ein Foto vom Kino machen. Am besten abends. Denn das Odeon sieht noch aus wie ein richtiges Kino. Mit diesen alten Anzeigetafeln, in die Plastikbuchstaben geschoben werden, die den Filmtitel bilden. Mit Postern auf den Glastüren und Infokästen. So richtig schön klassisch. Dann hätte ich auch ein passenderes Bild, wenn ich etwas über kommende Filme schreiben möchte. So muss es erstmal ein Teil der DVD-Sammlung tun, ein Blick auf die Lieblingsfilme. Allerdings ohne die von Tim Burton, die stehen in einem Extraregal. Bevor ich aber endgültig abschweife und über seine großartigen Filme schwadroniere, hier drei Filme, die ich in diesem Jahr gerne noch sehen würde.

Adventureland
James steht zwischen Schule und Uni und ist auf der Suche nach einem Sommerjob. Super Sache, denn ohne die nötige Qualifikation will ihn niemand einstellen. Dann findet er aber doch etwas, eine Anstellung im Freizeitpark.

Adventureland wirkt wie eine ernsthaftere Coming-of-Age-Komödie. Vielleicht nicht so ernsthaft und intelligent wie Juno oder Ghost World, aber durchaus mit Tiefgang und herrlich skurilen Gestalten. Die einzig bekannteren Darsteller sind Ryan Reynolds (Wolverine) und Kristen Stewart (Twilight). Problem: Der Filmstart ist heute, aber der Streifen läuft nur in Bremen, Mönchengladbach und Stuttgart. Wird also doch eher ein Warten auf die DVD. Es gibt nicht mal ne deutsche Website zum Film und auch bloß einen englischen Trailer.

Zack and Miri make a Porno
Zack und Miri sind dicke Freunde von Kindesbeinen an. Und pleite. Also fassen sie aus einer Bierlaune heraus den Beschluss: “Hey, wir drehen einen Porno!”

Na gut, der Film ist eine romantische Komödie, die beiden verlieben sich und vermutlich wird der Film trotz Kevin Smith (Clerks) auf dem Regiestuhl ein passendes Ende haben. Und aufgrund meiner klosterschulischen Erziehung dürfte ich mir den Film nicht ansehen, ohne im Nachhinein fünf Rosenkränze zu beten. Warum will ich den Film sehen? Wegen des Star Wars-Porno, den Zack (Seth Rogen) und Miri (Elizabeth Banks) drehen wollen? Klar. Aber auch die guten Bewertungen, Kevin Smith und der Trailer sprechen dafür. Kinostart ist am 13.08.2009.

Jennifer’s Body
Cheerleader Jennifer verknallt sich in Rocker Nikolai, dessen Band über den Teufel an einen Plattenvertrag kam. Blöderweise nistet sich dadurch ein Dämon in Jennifer ein und sie killt Jungs, die auf sie stehen.

Das tun natürlich einige, schließlich wird Jennifer von Megan Fox gespielt. Gut, ich bin ehrlich, der Plot klingt nach nem 08/15-Horrorstreifen, den man schon dutzende Mal gesehen hat, auch wenn ich eine Schwäche für Highschool-Horrorfilme habe. Das Drehbuch aber stammt von Juno-Autorin Diablo Cody und neben Megan Fox spielen Adam Brody (OC California) und J.K. Simmons (Juno) mit. Außerdem stehe ich jetzt schon auf diesen Dialog.

- Jennifer’s evil!
- I know…
- No, I mean, she’s actually evil, not Highschool-evil!

Noch mehr Gründe? Der Soundtrack mit Panic At The Disco, Dashboard Confessional, Silversun Pickups und Little Boots. Ach, schaut euch einfach den Trailer an und seid begeistert. Kinostart ist allerdings erst passend zu Halloween am 29.10. Bleibt bloß die Frage, warum der Film hierzulande den völlig unsinnigen Untertitel “Jungs nach ihrem Geschmack” bekommen hat.

30. Juli 2009 Angenehme Folgeschäden

Einsam liegt sie dort oben, die Rhein-Zeitung. Wie ein Sinnbild für das Ende des Printjournalismus in einer längst geschlossenen Fabrik.

Ist natürlich völliger Unsinn. Dass Print nicht nur lebt, sondern auch vom Web 2.0 und all seinen Facetten profitieren kann, hat die RZ längst durch Twitter und andere Anwendungen auf ihrer Website bewiesen. Und zum Austausch mit ihren Followern, also den Leuten, die über Twitter die Rhein-Zeitung verfolgen, hat sie zum zweiten Mal eine Gruppe nach Koblenz geladen.

Die Zweideutigkeit des Screenshots mal völlig außer acht lassend, stand nach einer Vorstellungsrunde und einem Gespräch über die Faszination Twitter erstmal ein Rundgang durch Redaktion und Druckerei auf dem Programm. Schon mal schön zu sehen, wo welche Schnittstellen zusammenlaufen und wie intensiv über die Gestaltung einzelner Seiten diskutiert wird. Vorbei an massenweise tonnenschweren Papierrollen und merkwürdigen roten Flecken auf dem Boden (angeblich nur Farbe) ging es zum Live-Spektakel Andruck.

Chefredakteur Christian Lindner entpuppte sich nach einer kleinen Vorstellung der Rhein-Zeitung und ihrer Kooperationen mit anderen Medien auch noch als wahrer Schirmherr des Abends, er verteilte Knirpse. So, ohne den Kalauer ging es nicht.

Liebe RZ, vielen Dank für den schönen Abend, die Lesernähe, die leckeren Schnittchen, den Regenschirm und all die Informationen über euer Blatt. Und hey, was andere Medien ständig von sich behaupten, das wurde für uns wahr: Heute schon die Zeitung von morgen lesen.

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29. Juli 2009 Und dann lesen Sie bitte noch… #6

Auf der ersten Seite im Heftchen Lektüre-Empfehlungen für das Studium der deutschen Literaturwissenschaft steht dieser Satz: “Bevor der Blick sich ganz auf die deutsche Literatur verengt… – da gibt’s auch noch die Weltliteratur“. Gut, bei mir gibt es die zum Abschluss dieser kleinen Serie. Nein, nicht ganz zum Abschluss, nächste Woche gibt es noch das Bonusmaterial. Aber hier sind die für unser Institut wichtigsten Schmöker der Geschichte.

Homer: Die Odyssee (8 Jahrhundert v. Chr.)
Sophokles: Antigone (442 v. Chr.)
Sophokles: König Ödipus (425 v.Chr.)
Aristoteles: Poetik (335 v. Chr.)
Dante Alighieri: Divina Commedia (1321)
Boccaccio: Das Decamerone (1348-1353)
Chaucer: Canterbury Tales (1386)
Shakespeare: Hamlet (1600/1602)
Cervantes: Don Quichote (1605-1615)
Molière: Der Misanthrop (1666)
Defoe: Robinson Crusoe (1719/20)
Voltaire: Candide (1759)
Sterne: Tristram Shandy (1760-1767)
Poe: Erzählungen
Baudelaire: Die Blumen des Bösen (1857)
Flaubert: Madame Bovary (1857)
Dostojewski: Schuld und Sühne (1866)
Dostojewski: Die Brüder Karamasow (1879/80)
Tolstoi: Anna Karenina (1878)
Zola: Germinal (1885)
Joyce: Ulysses (1922)
Beckett: Warten auf Godot (1952)
und natürlich: Die Bibel!

Sieht schon wieder ziemlich mau aus. Warten auf Godot und die Canterbury Tales stehen auf der Leseliste. Von Robinson Crusoe, Ulysses, Don Quichote, der Odyssee und der Divina Commedia habe ich zumindest Auszüge gelesen. Aber zählt das? Natürlich nicht.

28. Juli 2009 Geht ja gar nicht! Geht ja woooohl!

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27. Juli 2009 Wii loves to entertain me!

Ein paar Mal im Jahr, da ist Weihnachten. Ja, klar, natürlich vom 24. bis zum 26. Dezember und wenn man so will, auch in der Vorweihnachtszeit, die beginnt, sobald die ersten Lebkuchen in den Läden stehen. Also etwa Ende August.

Aber was ich meine, das ist gefühltes Weihnachten. Oder besser Weihnachten und Geburtstag zusammen. Nämlich dann, wenn meine japanische Lieblingsfirma mit Sitz in Großostheim mal wieder neue Spiele raushaut. Am Freitag war es mal wieder soweit: Wii Sports Resort ist da.

Und es macht wieder tierisch viel Spaß mit den kleinen Mii-Figuren allerhand pseudosportliche Aktivitäten zu erleben. Aktuelle Favoriten sind Bogenschießen, Frisbee, Tischtennis und der Inselrundflug. Das mit dem Flieger ist eigentlich völlig unspektakulär. Man lenkt einfach eine Propellermaschine über Wuhu Island (diese kreativen Namen immer), schaut sich touristische Höhepunkte von alten Ruinen über einen Leuchtturm bis hin zum örtlichen Tennisplatz an, ballert auf Luftballons und entspannt. Nette Sache.

Mit der neuen Golfsteuerung stehe ich noch ein bisschen auf Kriegsfuß und beim Bowling hat mich meine Beste abgezogen. Da muss ich also ein bisschen üben, bis sie das nächste Mal hier ist. Ob jetzt Wii Motion Plus, das neue Hardware Add-On (ich müsste mal zählen, was hier alles an Wii Zubehör rumfliegt), soviel bringt, kann ich nicht sagen. Habe das Spiel noch nicht ohne es gespielt und ich habe mir noch keines der neuen Sportspiele gekauft. Mal schauen, vielleicht, wenn das neue Madden NFL rauskommt.

So, mehr schreib ich jetzt nicht, auf Wuhu Island wartet ein kleiner Köter, der meine Frisbees fangen will. Ach, ich mag diese Wii-Halligalli-Spiele.

Kategorie: Videospiele | # | 6 Kommentare

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