
Glänzende Augen, leichtes Kribbeln, feuchte Hände. Ja, ich fühlte mich ein bisschen wie ein kleines Kind, als ich aus dem Kino kam. Auch noch aus einem Kinderfilm, der allerdings gar nicht so kindgerecht ist und bis auf einen 9jährigen in Begleitung seiner Mutter nur erwachsenes Publikum angezogen hat: Coraline.
Eigentlich war mir vorher schon klar, dass ich diesen Film lieben würde. Zum einen, da er auf einem Buch von Neil Gaiman basiert. Auch wenn ich, und das wird jetzt verdammt komisch klingen, noch keines seiner Werke in der Hand hatte. Aber sie füllen das Bücherregal der Besten und sie hat selbst immer völlig begeistert von ihnen erzählt oder gleich ganze Passagen vorgelesen. Der zweite Punkt, der mich vor Vorfreude auf den Film schon fast platzen ließ, war die Tatsache, dass für Drehbuch und Regie Henry Selick verantwortlich war, der Regisseur von Tim Burton’s Nightmare Before Christmas. Und wieder war es ein Film, der im Stop Motion-Verfahren umgesetzt wurde.
Und ich wurde nicht enttäuscht. Im Gegenteil. Bunte Welten, kuriose Figuren, die großartige Mimik von Coraline, dazu ein wunderschöner Soundtrack. Ein bisschen gruselig ist der Film auch. Daher ist er weniger ein Kinderfilm, trotz der Altersfreigabe von 6 Jahren und der Promotion im Vorfeld, sondern eher perfekt für alle, die ein Faible für Tim Burton und seine Fantasiewelten haben. Ich muss wirklich mal die Gaiman-Bücher lesen. Aber das sagt die Beste mir ja auch schon seit Jahren.