
Mal alle die Hand hoch, die Little Miss Sunshine gesehen haben. Und jetzt mal alle, die den Film auch gut fanden. Gut, müsste ja die gleiche Menge an Leuten sein. Dann habe ich einen Auftrag für euch. Schaut euch Sunshine Cleaning an, den neuesten Streifen der Little Miss Sunshine-Produzenten. Ich bin es ja mittlerweile gewohnt, dass ich mir Filme ansehen möchte, die sonst keiner sehen will. Aber alleine, also komplett und ganz alleine im Kinosaal war ich auch noch nie. Und der Film hat das wirklich nicht verdient.
Rose (Amy Adams) war früher, ganz das Klischee, Cheerleader und dazu noch mit dem Quarterback der Schule zusammen. Der ist mittlerweile verheiratet, allerdings nicht mit Rose, die nur noch seine Geliebte ist. Auch aus dem Job als Maklerin ist immer noch nichts geworden, stattdessen arbeitet sie bei einer Reinigungsfirma. Und Sorgenkinder hat sie genug. Zum einen ihren Sohn Oscar, der in der Schule nicht gefördert wird und dessen Neugier Direktor und Lehrer gleichermaßen stresst. Zum anderen ihre Schwester Norah (Emily Blunt), die ständig ihre Nebenjobs verliert. Und dann ist da noch das Familienoberhaupt (Alan Arkin), der trotz seines Rentnerdaseins immer wieder kuriose Ideen zur Geldbeschaffung hat. Als Rose Oscar schließlich auf eine Privatschule schicken will, braucht sie eine bessere Anstellung. Und Mac, ihr Geliebter, hat als Cop die zündende Idee: Tatortreinigung.
Der Film ist in etwa so, wie man ihn nach Little Miss Sunshine erwarten konnte. Eine irgendwie nicht ganz normale, aber überaus liebenswerte Familie schlägt sich mit allerhand Problemen herum. Der Humor ist nicht so schwarz, wie das Thema Tatortreinigung vermuten ließe, was dem Sehvergnügen aber keinen Abbruch tut. Ein kleiner Wermutstropfen ist allenfalls, dass die wirklich interessanten Charaktere nicht so tiefgehend gezeigt werden. Das fällt gerade bei den Nebenfiguren auf, wie bei Wilson, dem einarmigen Betreiber eines Ladens für Reinigungsmittel, der mal eben kurzerhand den kleinen Oscar babysitten muss. Die Besetzung mit den beiden bezaubernden Schauspielerinnen Amy Adams und Emily Blunt und dem wie immer brillanten Alan Arkin ist grandios. Aber der heimliche Hauptdarsteller ist der kleine Jason Spevack als Roses Sohn Oscar. Irgendwoher kenn ich den Knaben auch, aber vielleicht sieht er auch nur so aus, wie alle kleinen Hollywoodknirpse.
Und für all diejenigen, die gerne ins Tatortreinigungsgeschäft einsteigen möchten, bietet die offizielle Website zum Film Putztipps zum Entfernen von Blutflecken, Schmauchspuren und anderem Dreck. Aber geht vorher besser erstmal in den Film, damit ihr wisst, was euch so alles erwarten kann. Und weil der Film es verdammt nochmal wert ist.
du warst gaaaaanz allein? das hat iwie was cooles und iwie was doofes =D
ich mochte little miss sunshine. mein freund nich so =D aber dann nehm ich deine empfelung mal an =D
Jup, ganz allein. War kurz davor die Hose auszuziehen, aber man solls ja nicht übertreiben.
XD