
Am Sonntag ist es wieder soweit: Super Bowl Sunday. Während Millionen Amerikaner ihren BBQ-Grill anschmeißen und in der Halbzeitpause mit ihren zeitgleichen Toilettenbesuchen den Wasserdruck gefährden, wie eine urbane Legende behauptet, ist es in Deutschland finstere Nacht. Trotzdem gibt es Live-Übertragungen in Sportbars und natürlich in der ARD. Nur ist der Folgetag leider ein Montag. Ein Problem?
In den letzten Jahren zumindest nicht. Da saß ich jede Nacht auf dem Sofa oder im Bett, der Fernseher flimmerte und ich fieberte mit. Eigentlich habe ich keine Lieblingsmannschaft. Vielleicht die San Francisco 49ers, auch wenn das seit Mitte der 90er sportlich eher ein Grund zum Trübsalblasen war. Vielleicht die Indianapolis Colts um Peyton Manning. Immerhin stets meine Wahl, wenn ich Madden 07 auf der Wii spiele. Und die Colts stehen immerhin im Endspiel, im Super Bowl. Gegner sind die in dieser Saison überraschend starken New Orleans Saints, dem Team aus der zerstörten Stadt mit dem lange verletzten Quarterback Drew Brees. Vermutlich werde ich zu den Colts halten. Vielleicht bin ich auch neutral und freue mich mit dem Team, das am Ende verdienter Sieger ist. Und bin vielleicht noch ein bisschen traurig, dass die Minnesota Vikings das Endspiel verpasst haben. Das Team interessiert mich nicht, aber dem alten Haudegen Brett Favre hätte ich es gegönnt. Seis drum.
Einen privaten Event gab es bei mir bloß einmal, vor zwei Jahren. Da war eine kleine Super Bowl-Party in der WG angesagt. Mit Burgerbraterei, Popcorn und Chips, in der Halbzeit wurden Steaks auf dem Balkon gegrillt, nachts um 2, später Marshmallows über Teelichtern geröstet und ein paar Flaschen Miller geköpft. Am Ende siegten die New York Giants mit Peyton Mannings Bruder Eli, wir fielen ins Bett und trafen uns vier Stunden später auf dem Rosenmontagsumzug in Mainz wieder.
Nur was geht diesen Sonntag? In der Nacht auf Montag? Um 9 Uhr muss ich schließlich auf der Arbeit sein. Vorschlafen am Sonntag Abend? Kleines Nickerchen in der Halbzeitpause, während The Who spielen? Und dann nach Spielende noch mal kurz für ein, zwei Stündchen unter die Decke schlüpfen? Oder den Super Bowl den Spaß der Amerikaner sein lassen und am nächsten Morgen das Ergebnis auf nfl.com checken? Wird vermutlich spontan entschieden. Vielleicht, wenn ich wach bleibe, gibt es einen kleinen Live-Ticker hier im Blog. Weniger über das Spielgeschehen, eher über meinen Zustand und mein Gewissen. Live lesen wird das vermutlich keiner. Ihr werdet sicher schlafen. Und vermutlich zurecht. Aber manchmal ist es halt ein Kreuz, wenn man sich für US-Sportarten wie American Football interessiert. Aber ein spannendes Kreuz.
Tell me about it… NHL, Flyers Fan seit fast 15 Jahren, wenn ich die Spiele halbwegs live sehen will musste ich bisher immer auf Sportbars ausweichen. Aber man gewöhnt sich dran.
Wusste gar nicht dass der Super Bowl auch bei ARD übertragen wird, aber dann weiss ich ja jetzt, was ich sonntag nacht ebenfalls machen werde
Die ARD macht das schon ne ganze Weile. Leider dieses Jahr nur den Super Bowl, letztes Jahr gabs auch noch eines der Halbfinalspiele. Ansonsten bleibt einem ja höchstens noch ESPN, aber das kostet halt und ist nicht überall verfügbar. Natürlich auch für die NHL interessant.
Ich hab mir die letzten Jahre auch immer den Super Bowl reingezogen. Letztes Jahr war es besonders hart, weil ich um 8 im büro sein musste. Dieses Jahr schaut es ähnlich aus. Ich werde es auch ganz spontan entscheiden, aber Bock hab ich schon.
Das selbe Problem bei der NBA….Nur das da gar nix öffentlich live übertragen wird -.-
Mircow: Und, hast es gesehen? Ich wollte ja bloß die erste Halbzeit schauen, aber dann wars zu spannend.
Jojo: Stimmt, trotz Nowitzki, eigentlich fahrlässig, wie da Quote verschenkt wird.
Und, wie hat’s gefallen? The Who waren unterirdisch, aber die Halftime-Show ist ja zum Glück nicht das entscheidende… Grüße von http://www.kasse4.de!
Muss zugeben, ich hab The Who nur mit einem Ohr verfolgt, da gings dann einigermaßen. Ansonsten tolles Spiel. Selten so nen Taktikfuchs gesehen wie den Trainer der Saints, verdienter Sieg, trotz meiner leichten Sympathievorteile für die Colts.