#boff3 – Woche 4

Ein Basketballplatz im Regen. Was ein Symbolbild. Es zeigt die Motivation seinen Körper zu quälen. Und gleich das größte Hindernis: den Schweinehund. Das kälte- und nässeempfindliche Miststück. Machte früher die Blutgrätsche auf dem matschigen Ascheplatz noch die größte Laune, ist die Bewegungsmotivation heute bei Temperaturen unter 15°C und fehlender Sonne deutlich eingeschränkt. Kurz: die letzten drei Wochen waren kein Zuckerschlecken. Für den #boff3 zumindest.

Es war ja nicht einmal nur das Wetter. Erst hatte ich einen geprellten Zeh. Dann eine Erkältung. Und eigentlich sind das ja doch nur Ausreden, denn irgendwas geht immer. Eigentlich. Aus dem Toilettenbücherregal grinste mich ein Buch an: Günter, der innere Schweinehund, wird schlank. Ich habe nicht hinein geschaut. Den Gefallen wollte ich meinem Günter nicht tun. Nein, andere Aktivitäten mussten her. Die bei diesem Wetter möglich sind. Es blieben zwei.

Die Straßen waren verschneit und vereist und wer Köln kennt, der weiß, dass der Streudienst bei diesem Wetter lieber bei einer heißen Tasse Kakao mit Marshmallows vor dem Kamin sitzt. Also wurde der Weg zur Arbeit zum Workout. Ein bisschen Schlittschuhlaufen ohne Kufen, ein wenig mit den Armen rudern, ein Telemark zum Abfangen. Statt Punktetafeln hochzuhalten, schauten die anderen Passanten verwirrt aus der Wäsche – oder rappelten sich selbst gerade vom Boden hoch. Immerhin: Kalorien verbrannt. Ganz bestimmt.

Dann kam das Tauwetter und die Option war futsch. Also doch ins Fitnessstudio? Noch nicht. Die Frühjahrsmüdigkeit war da. Die Decke warm. Und überhaupt. Also Wohnzimmeraerobic. Nicht vor der Wii und nicht zu irgendeiner Fitness-DVD. Nein. Zu Musik. Also lud ich Zappelsound auf den iPod. Apply Some Pressure von Maxïmo Park zum Beispiel. Trainiert jeden einzelnen Muskel im Körper. Die Arme rudern, die Füße springen, die Achse rotiert – und die Nachbarn rollen lachend über den Boden. Das Workout und seine Schattenseiten.

Zum Glück möchte mir die Menschheit auch Gutes. So oder so. Das stellte ich fest, als ich kurz nach dem ersten Beitrag zum #boff3 meinen Briefkasten öffnete und zwei Sachen herauszog, die nicht yin und yang-iger sein könnten. Einen Flyer für einen lokalen Pizzadienst – und ein Probierpaket für eine Aktivmahlzeit namens xlim Aktiv. Abnehmen ohne Hungern mit drei Beuteln pro Tag plus eine Stoffwechsel-Aktivierungs-Kapsel und ein Heißgetränk. In der Startphase. Ich bestellte mir eine Pizza.

Natürlich aus guten Gründen. Nicht die Nahrungsumstellung ist das Ziel, sondern Bewegung. Regelmäßig. Nicht nur bei Eis und Schnee und guter Musik. Eine weitere Postsendung später lag ein McFit Gutschein für drei Monate im Briefkasten. Den hatte der gute MC Winkel gleich in der ersten Belly Off-Woche unters abnehmwillige Volk gehauen. Ich war kurz davor meine Sachen zu packen und loszuziehen, als mein Günter besserwisserisch um die Ecke lugte: “Solltest du dir nicht erst einmal eine neue Trainingshose bestellen?”

Gesagt, getan. Und schon kam die nächste Erkältung um die Ecke. Zapperlot und Donnerlittchen! “Und eigentlich fehlen ja auch noch vernünftige Sportschuhe…”, setzte Günter an, doch genug ist genug. Die alten müssen erst einmal herhalten und in der kommenden Woche gibt’s hier ein Foto vom McFit Mitgliedsausweis. Als Beweis. Günter vs. the Druck aus dem Internet: I want a good clean fight – let’s get it on!

Trotz aller Versuche von Günter mein Gewicht zu halten, hier der aktuelle Stand:

Woche 1: 89,2 Kilo
Woche 2: 88,8 Kilo
Woche 3: 88,3 Kilo
Ziel (09. April): 83,2 Kilo

Wie ein Glückskekstexter schreiben würde: Auch eine langsam abfallende Kurve zeigt nach unten!

Und was macht eigentlich der Rest vom Abnehmfest? Antje hat eine Extraportion Bacon verschmäht, Frances versucht sich wie schon Natascha am Hula-Hoop, Rebecca schafft es ins Fitnessstudio und entsagt Süßigkeiten, Marco war schon beim Vorgespräch bei McFit, Mathis radelt, LennyundKarl kocht vegan und Petra trinkt brav Wasser. Alle Teilnehmer findet ihr beim MC Winkel.

Also Günter, du siehst, die anderen hängen sich rein, jetzt sind wir endgültig unter Zugzwang. Was ich ja persönlich ziemlich gut finde.

P.S.: Was xlim Aktiv betrifft, ich werde es, trotz der Pizza, noch einmal probieren. Nach Karneval. Immerhin gibt’s das Zeug mit Schokogeschmack – das kann in der Fastenzeit noch Gold wert sein.

24 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

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  11. Der Bacon war angebrannt … ich würde nie, nie, nie, nie, nie Bacon verschmähen. Es sei denn, ich ginge wieder unter die Vegetariere, was ich schonmal acht Jahre war, was natürlich nicht unmöglich ist. Deswegen sollte ich vielleicht lieber nicht “nie” sagen oder schreiben.
    Sonst: Sehr unterhaltsam geschrieben. Habe die letzte Woche schon vermisst! ;-)

    • Ich lass das einfach so stehen. So zeigt der zweite Kommentar noch mehr Wertschätzung für mich, nicht nur für meine Woche. Mein Ego freut sich. ;) Spaß beiseite. Bacon verschmähen geht eigentlich auch nicht. Vor allem nicht ohne Hund. Daher ess ich ihn auch angebrannt. ;)

  12. während des Karnevals kann man doch super Bierdiät machen, wie die alten Mönche und dann noch ordentlich zappeln zum Kalorienverbrennen. Aber Deine Erkältungsviren darfst Du gern bei Dir behalten.

    • Wobei die Mönche auf den alten Bildern schon recht kugelrund und fidel aussahen. Ob das so die wahre Diät ist? Mal schauen. Die Viren halte ich jedenfalls hinter Gittern, versprochen! ;)

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